Augenlasern

Eine lebenslange Sehhilfe in Form einer Brille oder von Kontaktliste hat heute keinen Seltenheitswert mehr. In manchen Fällen stellt jedoch ein einmaliger Eingriff in Form einer Laserbehandlung der Augen eine gute Alternative dar. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Brille eine zu starke Beeinträchtigung im Beruf bedeuten würde, wie es häufig zum Beispiel bei Sportlern oft der Fall ist. Eine Entscheidung für das Augenlasern kann aber auch einfach nur dem Wunsch entspringen, nicht ein ganzes Leben auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen zu sein.

Augenlasern nur unter bestimmten Voraussetzungen

Augenlasern

Beim Augenlasern können Kurzsichtigkeit als auch Weitsichtigkeit korrigiert werden

Allerdings müssen zudem bestimmte Voraussetzungen beim Patienten gegeben sein, damit ein Augenlasern möglich ist. So darf ein Dioptrienbereich von -10 bis + 5 nicht überschritten werden, der sich zudem in dem der Behandlung vorhergehenden Jahr nicht um mehr als eine Dioptrie verändert haben sollte. Außerdem müssen Entzündungen des Auges, insbesondere der Hornhaut sowie der Netzhaut des Auges, ausgeschlossen werden, da das Augenlasern sonst zu risikoreich wäre. Außerdem muss der Arzt sich im Vorfeld versichern, dass die Hornhaut des Auges dick genug für ist. Ist sie zu dünn, ist Augenlasern ebenfalls mit zu vielen Risiken verbunden. Augenerkrankungen wie der Graue oder Grüne Star sollten ebenfalls ausgeschlossen werden, doch auch andere Erkrankungen, die nicht primär das Auge betreffen, können die Risiken der Behandlung erhöhen, wie z.B. Diabetes oder eine Rheumaerkrankung.

Durch modernste Technik können Risiken beim Augenlasern minimiert werden

Die Risiken beim Augenlasern sind immer noch vielfältig, obwohl große Fortschritte in diesem Bereich gemacht werden. Zu den eher milden Risiken gehört die Möglichkeit einer zu starken oder zu geringen Korrektur, die ein weiteres Tragen einer Sehhilfe notwendig macht oder auch die Tatsache, dass sich die Augen im Alter dennoch verschlechtern, was ebenfalls später wieder auf eine Sehhilfe hinauslaufen kann. Außerdem sind Probleme beim Kontrastesehen oder beim Sehen im Dunken oder in der Dämmerung in Folge der Operation möglich. Außerdem kann es – wie bei jeder anderen Operation – zu Infektionen kommen, die im Augenbereich nicht ungefährlich sein können.

Augenlasern Operation

Vor dem Augenlasern und der Operation ist ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt erforderlich.

Teil beim Augenlasern ist neben der eigentlichen Augenlasern Operation immer auch ein Vorgspräch, indem sowohl die Vorgehensweise als auch der preisliche Aspekt erläutert und über die Risiken der Behandlung aufgeklärt wird. Neben der Wichtigkeit der Kenntnis der bei allen Fortschritten immer noch zahlreichen großen und kleinen Risiken des Eingriffs beim Augenlasern zeugt es auch von der Seriosität einer Praxis, auch über die Risiken Auskunft zu geben. Bei einer Praxis oder Klinik, in der kein Vorgespräch stattfindet, sollte nachgefragt und ím Zweifelsfall keine Behandlung vorgenommen werden. Außerdem sollte in einer Voruntersuchung im Vorfeld abgeklärt werden, ob die genannten Voraussetzungen zum Augenlasern erfüllt sind. Die Voruntersuchung ist dabei im Normalfall kostenlos und vermittelt dem Patienten neben Informationen und der Sicherheit, dass bei ihm nichts gegen ein Augenlasern spricht, auch einen Eindruck von dem Arzt, der die Operation durchführen wird.

Es gibt verschiedene Methoden und Vorgehensweisen beim Augenlasern

Beim Augenlasern selbst unterscheidet man zwischen verschiedenen Vorgehensweisen. Je nach Problematik beim Patienten kann eine andere Vorgehensweise indiziert sein. Dies sollte dem Patienten jedoch im Vorfeld ebenfalls erläutert werden. Darüberhinaus hat natürlich auch die Vorgehensweise Einfluss auf den preislichen Aspekt einer solchen Operation. Mit einem Preis von 1000 Euro für beide Augen sollte man beim Augenlasern auf jeden Fall rechnen, wird eine Methode gewählt, bei dem nicht nur partiell, sondern vollständig Laser angewendet wird, bzw. ist der Bereich der Fehsichtigkeit höher, sollte man mit eher mit 2000 Euro rechnen. Die Kosten trägt – bis auf wenig Ausnahmen, bei denen einige private Krankenkassen einen Teil der Kosten übernehmen – der Patient selbst.

Augenlaser

Bei der Vorgehensweise beim Augenlasern hat der Arzt die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Augenlaser, die in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Gegebenheiten des Auges beim Patienten eingsetzt werden können.

Die heute wohl am häufigsten eingesetzte Methode in Hinblick auf Augenlaser ist das Lasik-Verfahren. Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten, in denen eine Behandlung am Inneren der Hornhaut des Auges erfolgt. Vorteile für den Patienten sind dabei die Schmerzfreiheit der Behandlung (nur in sehr seltenen Fällen treten geringere Schmerzen auf), sowie die oft unmittelbar bis sehr kurz nach der Behandlung deutliche Sichtverbesserung des Patienten.

Etwas seltener eingesetzt wird im Bereich Augenlaser das sogenannte Lasek-Verfahren. Auch hier ist die Behandlung für den Patienten nahezu schmerzfrei und die Behandlung dauert ebenfalls nur wenige Minuten, allerdings wird das behandelte Auge für einige Tage mit einem Verband abgedeckt. Der Erfolg ist somit erst nach eingen Tagen sichtbar. Gerade bei Patienten mit eher dünner Hornhaut ist es jedoch oft sehr gut geeignet, da hierbei die Hornhaut nicht entfernt, sondern nur angehoben und unter dieser operiert wird (ähnlich wie bei dem Intralasik-Verfahren).

Bei dem sogenannten Intralasik-(Femto-Lasik)-Verfahren handelt es sich um eine Kombination von Lasik- und Lasek-Verfahren, das zunehmend häufig Anwendung findet. Zwar wird bei dieser Form von Augenlaser im Inneren der Hornhaut gearbeitet (im Gegensatz zur Lasik-Methode), das Deckhäutchen der Hornhaut wird jedoch nur angehoben und nicht entfernt, sodass auch die Heilungszeit des Auges kürzer ist als bei den beiden letzten Methoden. Für das Intralasik-Verfahren sollte man mit einem Preis von bis zu 3000 Euro pro Auge rechnen.

Dieses Verfahren ist auch bei starken Formen der Fehlsichtigkeit, d.h. in den Randbereichen, in denen Augenlaser einsetzbar ist (-10/ +5 Dioptrien),anwendbar. Der Erfolg ist bereits nach wenigen Tagen, in denen das Auge mit einem Verband geschützt wird, sichtbar.

Ein weiteres Verfahren im Bereich Augenlaser ist das sogenannte PRK. Hierbei wird die Deckhaut der Hornhaut mit dem gleichen Laser wie beim neueren Lasik-Verfahren entfernt. Da es sich im Vergleich zum Lasik, jedoch um eine vergleichsweise stark invasive Methode handelt, dauert der Heilungsprozess jedoch länger, da der Bereich, in dem Hornhaut entfernt wurde, einige Tage zum Abheilen braucht. Erst nach wenigen Wochen ist bei diesem Verfahren von Augenlaser die optimale Sehfähigkeit hergestellt. In dieser Zeit sollte das behandelte Auge vor starker UV-Strahlung sowie starken Lichtkontrasten (z.B. Nachtfahrten im Auto) geschützt werden. Augenlaser nach dem PRK-Verfahren ist vor allem bei geringer-mittlerer Fehlsichtigkeit indiziert, bei starker Fehlsichtigkeit ist das Verfahren nicht geeignet.

Alle dargestellten Verfahren werden ambulant in rel. kurzer Zeit (ca. eine Viertelstunde für den eigentlichen Eingriff) durchgeführt und erbringen in der egel gute Ergebnisse. Spätestes nach einigen Tagen ist der Erfolg dann auch für den Patienten sichtbar. Risiken sind bei allen Formen von Augenlaser vorhanden, können bei guter Voruntersuchung aber minimiert werden. Vor allem eine entsprechende Aufklärung des Patienten und eine gute Nachsorge sind dabei von Bedeutung. Der Eingriff per Augenlaser führt dabei in den meisten Fällen zu einer deutlichen Verbesserung der Sehfähigkeit.